Unser Pfarrersehepaar Hreold hat das Angebot bekommen, ein Banner der Allianz gegen Rechtsextremismus aufzuhängen mit der Aufschrift: Nie wieder ist jetzt!
Schnell war für die Herolds klar, dass sie das Anliegen unterstützen - und genauso klar war, dass am Zaun von Pfarramt und Pfarrhaus nichts hängen kann, was nicht vom Kirchenvorstand so auch unterstützt wird.
Nun hatte der Kirchenvorstand bei seiner Rüstzeit in Alexandersbad die Gelegenheit, sich über die Frage auszutauschen. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass alle hinter dem Inhalt des Banners stehen: Nie wieder ist jetzt - ja, wir sind leider soweit,der Widerstand gegen eine zweite Hoch-Zeit des Faschismus ist in unserem Land wieder nötig geworden, ein Wiedererstarken von Rechtsextremen in unserem Land ist keineswegs mehr undenkbar. Nie wieder ist jetzt! Das heißt, wir wollen als Kirchengemeinde, als Christen darauf hinweisen, wie gefährlich Rechtsextremismus für unser Land ist, für unsere Demokratie - und nicht zuletzt für die Armen, Schwachen und Minderheiten in unserem Land.
Gleichzeitig war dem Leitungsgremium der Kirchengemeinde auch wichtig zu betonen: ALLE Menschen sind bei uns herzlich willkommen! Wir schließen niemanden aus, egal welche Partei er oder sie wählt, auch in der Seelsorge sind alle Menschen gleich, in unserer Kirche ist jede Person herzlich willkommen.
Als Christen ist es uns wichtig, die Rechte von ALLEN Menschen in diesem Land hochzuhalten.
Als Christen sehen wir in JEDEM Menschen ein Geschöpf Gottes - egal woher ein Mensch kommt und wen sie liebt.
Als Christen wollen wir die zutiefst biblischen Grundsätze der Menschenwürde und der Gleichberechtigung hochhalten und verteidigen.
Wir rufen dazu auf, bei der Wahl Parteien zu wählen, die diesen Grundsätzen entsprechen. Damit in unserem schönen Landa nicht noch einmal der Hass regieren kann.
Nie wieder ist jetzt!
Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg ist eine Vereinigung verschiedenster Nichtregierungsorganisationen. Den Vorsitz hat die evangelisch-lutherische Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weihern.